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Institut für Kunstgeschichte Innsbruck
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PERTI, Giovanni Nicolo

 

1. PERTI, Giovanni Nicolo (Nikolaus; Niklas)
Preti

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Stuckateur

3. BIOGRAPHIE

Oberitalienischer Stuckateur, tätig in Bayern.

Sohn des Maurermeisters Lorenzo (gest. am 2.1.1692 in Como; seit 1663 tätig am Bau der Theatinerkirche München).

Stuckaturen in zwei Sälen (Südtrakt) des ehemaligen Klosters Fürstenfeld (1691), in der Ursulinenkirche in Neuburg a.D.
(1701) und (Zuschreibung) in der Pfarrkirche zu Tegernsee (um 1695).
Er arbeitete auch für die Theatinerkirche (1685ff.) und die Residenz in München, den Dom zu Augsburg (1692/93) und das Tillysche Schloss Helfenberg (1700/01) (Thieme-Becker, S. 448).

 
4. WERKE (OBERÖSTERREICH)

München
St. Kajetan, ehem. Theatiner-Hofkirche:
der schwere Stuck des Kircheninnenraums stammt von Giovanni Nicolo Perti (Ausstellungsstrasse, S. 42).

Residenz: päpstliche Zimmer: Josephskapelle:
kleiner, fast quadratischer Raum, um 1665-67 wohl von Nicolo Perti mit
kräftigen Stuckaturen ausgeziert (Dehio 1990, S.753).
Holzhausen:
Kath. Pfarrkirche Hl. Kreuz:
1698: in der Stichkappentonne des Chors schwerer Akanthusstuck mit Fruchtfestons und Engelsköpfen "von den in
Fürstenfeld tätigen Italienern Pier Francesco Appiani und Giovanni Nicolo Perti" (Dehio 1990, S. 457).

Fürstenfeldbruck
Ehem. Kloster, jetzt Polizeifachhochschule:
Ab 1696: in den ehemaligen Kurfürstenzimmern mit Kapelle im zweiten Obergeschoss Stuckierung durch Giovanni Nicolo
Perti (Dehio 1990, S. 336).

Schloss Lustheim bei München:
Außen- und Fassadenstuck an Pilastern, Portalen und Wappenkartuschen von Nicolo Perti und Gehilfen (Dehio 1990, S. 923).

Neuburg a.d. Donau
Kath. Studienkirche:
Stuck um 1701 von Nikolaus Perti (Dehio 1990, S. 856).

Schloss Aurolzmünster/BH Ried (OÖ):
Im Inneren stark zerstörte Stiegenanlage mit Stuck von Giovanni Nicolo Preti aus München (Dehio 1958, S. 33).

Lengenfeld
Schloss Helfenberg - Die Stuckaturen fertigte von 1700 bis 1701 Giovanni Nicolo Perti
(http://home.vr-web.de/budn/helfenberg/schloss.html, Okt. 2003).

5. ABBILDUNGEN

Innenansicht

Schloss Lustheim

München Residenz

Schloss Aurolzmünster

Schloss Helfenberg

 
6. BIBLIOGRAPHIE

Ausstellungsstrasse Barock & Rokoko. Mailand: Edizioni Charta, 1999
Benezit: Dictionnaires des peintres, sculpteurs, dessinateurs et graveurs, Band 10. Gründ, 1976
Dehio, G.: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, 3. Berlin : Akad.-Verl., 1974
Dehio, G.: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bayern IV: München und Oberbayern. Deutscher Kunstverlag, 1990
Dehio, G.: Die Kunstdenkmäler Österreichs, Oberösterreich. Wien: Anton Schroll & Co, 1958
Die Kunstdenkmäler von Bayern, I/2 (1902), p. 1508; II/4 (1906), p. 95, 247
Hager, G.: Die Bauthätigkeit und Kunstpflege im Kloster Wessobrunn und die Wessobrunner Stuccatoren.
In: Oberbayerisches Archiv, 48 (1894), p. 360
Paulus, R. A. L.: Der Baumeister Henrico Zuccalli am kurbayerischen Hofe zu München. Strassburg, 1912
Residenzmuseum in München: Kleiner Führer. München: Verl. des Residenzmuseums, 1925, p. 20
Riesenhuber, M.: Die kirchliche Barockkunst in Österreich. Linz: Verlag der "Christlichen Blätter", 1924
Schiedermair, L.: Künstlerische Bestrebungen am Hofe des Kurfürsten Ferdinand Maria von Bayern. Freising: F. P.
Datterer & Co., 1902 (S.-A. a. d. Forschungen zur Geschichte Bayerns, Bd 10, Heft 1/2 p. 111)
Thieme-Becker: Künstlerlexikon, 26. Leipzig: E. A. Seemann, 1932
Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben und Neuburg, 23 (1896), p. 16, 44

©Victoria Neuner, Januar 2004

 

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